Salutogenese Definition

Salutogenese – „hin zu“ anstatt „weg von“

Das Wort Salutogenese setzt sich aus zwei Teilen zusammen: Salut – von lateinisch salus – steht für Gesundheit und Wohlbefinden, genese bezeichnet die Entstehung von etwas. Die Definition von Salutogenese bedeutet also eigentlich nichts anderes als Entstehung von Gesundheit.

Was ist Salutogenese?

Das Besondere an diesem Begriff finden wir in der Fragestellung. Während die Medizin und andere Gesundheitslehren bisher hauptsächlich danach fragten, wie Krankheit entstehen kann, wendet sich die Salutogenese einer viel positiveren Frage zu: Wie entsteht Gesundheit?

Denn wenn wir gesund werden oder bleiben wollen, ist das die wesentlich entscheidendere Frage. Das Wissen um die Entstehung von Krankheit bringt uns in eine Haltung des Vermeidens und Verzichtens. Im Bestreben, Krankheiten auszuweichen, haben wir dauernd das Negative im Bewusstsein und wehren es ab. Das reicht vom Händewaschen über warme Kleidung im Winter, Verzicht auf ungesundes Essen bis hin zu vorbeugenden medizinischen Behandlungen oder Vorsorgeuntersuchungen. Das sind natürlich alles durchaus sinnvolle Absichten. Dennoch konzentrieren sie sich darauf, dem schlimmsten Fall – nämlich der Krankheit – zuvorzukommen. Bei der Krankheitsvermeidung geht es also um ein „weg von“ – der Blick richtet sich aber dabei auf das Schlechte, dem wir ausweichen wollen.

Gesundheit durch Salutogenese

Die Salutogenese geht den positiven Weg: „hin zu“. Sie fragt: Wie schaffen wir es, Gesundheit zu erzeugen? Was benötigen wir dazu? Was können wir tun? Wie können wir umdenken? Wieviel hat Gesundheit mit Glück und Freude zu tun? Kann eine Veränderung unserer inneren Einstellung zu uns selbst und zu unserer Welt auch die Gesundheit stärken?

Das Konzept der Salutogenese geht also weit über die medizinische Betrachtung von Körperfunktionen, Geweben und Organen hinaus. Es ist ein Konzept, das sich um ganzheitliche Heilung dreht. Es betrachtet nicht nur den einzelnen Patienten mit Körper, Seele und Geist als eine Einheit, sondern auch die Beziehung dieses Einzelnen zu seiner Lebenswelt und zu seiner und der kollektiven Vergangenheit.

Aaron Antonovsky

Die Lehre der Salutogenese ist gar nicht so neu. Schon 1970 hat der Medizinsoziologe Aaron Antonovsky diesen Begriff geprägt. Aber lange Zeit blieben seine Forschungen und Erkenntnisse im Bereich der Wissenschaft verborgen. Es scheint jetzt, zu Beginn des 21. Jahrhunderts, soweit zu sein, dass die Menschen nach neuen Sichtweisen und Konzepten im Umgang mit ihrer Gesundheit und der Gesundheit der Welt verlangen.

Die Zeit ist reif für die Salutogenese – für jeden Einzelnen von uns und für unsere Welt.

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